Zweites Treffen der Arbeitsgruppe "Deutsch in Bosnien und Herzegowina"
Am 10. Juli 2026 fand das zweite Treffen der Arbeitsgruppe im Rahmen des Projekts „Deutsch in Bosnien und Herzegowina – kommunikative Konstellationen mit der deutschen Sprache in BiH“ statt.
Im Mittelpunkt des Treffens standen fünf Fachvorträge, in denen aktuelle Forschungsansätze zu unterschiedlichen Erscheinungsformen der deutschen Sprache in Bosnien und Herzegowina vorgestellt und diskutiert wurden. Die Beiträge bezogen sich auf Themen wie Code-Switching, „Fernsehekinder“ als spezifische Form des spontanen Erwerbs der deutschen Sprache durch intensives Fernsehen, die Verwendung der deutschen Sprache auf Instagram in Bosnien und Herzegowina sowie auf weitere mögliche integrative Forschungsansätze. Besondere Aufmerksamkeit galt der Frage, inwiefern diese Themen im Rahmen einer umfassenderen Forschungsparadigma „Sprache Y im Land X“ zusammengeführt werden können, die eine systematische Untersuchung der Konzeptualisierung des Fremden in verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Sprachgemeinschaften ermöglichen würde.
Während des Treffens wurden die Richtungen der weiteren Projektentwicklung, gemeinsame Forschungsfragen, methodologische Zugänge sowie Formen der künftigen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der Forschungsgruppe vereinbart.
An dem Treffen nahmen teil:
- Aldina Šerifović (Universität Tuzla)
- Albrecht Plewnia (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)
- Almina Lisičić–Hedžić (Universität Zenica)
- Heiko F. Marten (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)
- Jasmina Mahmutović (Universität Sarajevo)
- Sanela Mešić (Universität Sarajevo)
- Vedad Smailagić (Universität Sarajevo)
Das Treffen stellte einen wichtigen Schritt in der weiteren wissenschaftlichen Koordination des Projekts dar und trug zur Definition gemeinsamer Forschungsziele sowie zur Entwicklung eines interdisziplinären Ansatzes zur Untersuchung des Konzepts „deutsch“ in Bosnien und Herzegowina bei.